Steigerung von Sozialkompetenzen?
- Rigotti Karin

- 21. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
"Persönliche, soziale und emotionale Kompetenz, also Selbstregulation, Resilienz, Kooperation, Empathie, Lernkompetenz, werden unter den Top nachgefragtesten Kompetenzen u.a. im Future Job Report 2025 genannt.
Andererseits arbeiten auch immer mehr Mütter, Betreuungsplätze sind begehrt und das berühmte "Dorf", das es braucht, um ein Kind großzuziehen, ist vor allem in Ballungszentren dem Bildschirm gewichen: jederzeit verfügbar, aber einsam.

Suchen Sie Ihren Kindern und Jugendlichen Ihr "Dorf"
Die gute Nachricht: neue Gemeinschaften kann man sich suchen, sich einschreiben und den Kindern eine Integration in die Lebenswelt von Menschen mit ähnlichen Werten und Zielen gönnen. Sich selbst natürlich auch.
Seit der Coronamaßnahmenzeit ist die Zahl Vereinsbeitritte, gesunken, wenn auch eine zarte positive Trendwende nachzulesen ist. Ehrlich muss gesagt werden, dass vor allem im Sportbereich die Zahlen vor 2017 nicht mehr erreicht werden konnten.
Was aber hat nun eine Vereinsteilhabe mit der Steigerung der Sozialkompetenzen zu tun und warum sollte ich als Elternteil meine Kinder motivieren bzw. ihnen als gutes Beispiel voran gehen? Zeit haben wir alle ja immer zu wenig, oder?
Ja, genau. Zeit ist immer ein kostbares Gut. Auch in der schulbiographischen und sozialen Bildung Ihrer Kinder.
Früher sagte man "Herzensbildung", heute wird dieser Begriff wenig gebraucht. Dennoch ist es genau das, was motiverte und sehr oft ehrenamtlich Tätige Ihren Kindern und Jugendlichen vermitteln.
Vereinstätigkeit hat Auswirkungen: kennen Sie alle?
Ich glaube, es war 2016, als der Taekwondo Austria Verein eine neue Homepage erhielt. Als Vereinsmitglied wurde ich gefragt, ob ich ein paar Sätze zum Kindertraining formulieren könnte. Ich war damals als Jugendcoach tätig und erkannte den Mehrwert dieser Gemeinschaft: sportlich und menschlich. Auch wenn sich die Kinder sich mittlerweile in andere Gemeinschaften integriert haben (sie starteten damals im Alter von 5 Jahren), möchte ich Ihnen die Gründe für aktive Vereinsteilnahme hier anbieten, denn jedes einzelne genannte Argument gilt noch heute und auch für alle Angebote in Österreich, wo Sie und Ihre Kinder auf motivierte Trainerteams stoßen:
Die ausführliche Auflistung können Sie gerne nachlesen, hier die Shorted List:
Wunderbare Trainer lehren Ihre Kinder den Respekt vor sich selbst, den Mitmenschen und ihrer Umgebung.
Respekt wird im Training gelebt durch wertschätzende Anleitungen und Anerkennung der Leistungsversuche. ... Leistungserbringung steht aber nicht im Vordergrund, permanente positive Verstärkung der Bemühungen (nicht nur der Erfolge) bestimmt das Training.
Gleichwertigkeit wird gelebt.
Zielfokussierung wird auf sportlicher und menschlicher Ebene vorgelebt und kann auf jeden Lebensbereich umgelegt werden: Schule, berufliche Orientierung und Berufslaufbahn.
Teamfähigkeit und Zusammenhalt wird gefördert und stärkt die Resilienz Ihres Kindes: es wird gemeinsam trainiert, gespielt, gelacht und sich gefreut.
... Zivilcourage und moralische Normen werden thematisiert und Verhalten in beängstigenden Situation (Schulhofszenarien, Mobbing…) wird besprochen.
Ausdauer, Kraft, Reaktionsgeschwindigkeit, motorisches Gedächtnis und Leistungspermanenz werden trainiert. Aber auch die mentale Stärke erfährt eine Entwicklung im Training.
Aufgeben ist keine Option! Willensstärke gepaart mit sensibel gelehrter Technik macht scheinbar unerreichbare Herausforderungen zu Siegen über sich selbst.
... früh werden wichtige Grundwerte gelernt, sodass die Sportbegeisterung ebenso wie die gesunde körperliche Entwicklung immer wichtig bleiben wird.
... Erfolge und kontinuierliches Training stärken den Selbstwert und somit das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen.
Nun eine kurze Frage: wie viele der identifizierten Zukunftskompetenzen finden Sie hier wieder? (Hier nachlesbar)
Auch Mitgliedschaften können schöne Weihnachtsgeschenke sein
Vielleicht ist dieser Artikel eine Anregung für Sie: Vereinsangebote in der Region rauszusuchen, mit den kleineren Kids ein Probetraining zu besuchen und oder einfach mal Ihren Teenie zu fragen, was ihn/sie denn aktuell am meisten interessiert? Wann hatten Sie denn ehrlicherweise das letzte Gespräch zum Thema Interessen und Talente, denn an die Diskussionen zum Thema Schulnoten können Sie sich wahrscheinlich beide gut erinnern.
Gehen wir gemeinsam den Weg: von der Defizitorientierung zur Talenteorientierung.
A propos: welche Talente hat Ihr Kind?

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